Sonntag, 27. Februar 2011

Warum eigentlich Knopfbüchse?

Heute Abend habe ich nur Teile zugeschnitten, es gibt also noch nichts Neues zu zeigen. Dafür erzähle ich Euch heute mal, wie mein Blog zu seinem Namen kommt. Es ist glaube ich schon etwa 15 Jahre her, dass ich das Buch "Die Knopfbüchse" von Katharina Wolter gelesen habe, die wegen eines Nähprojekts in der Familienknopfbüchse wühlt und dabei immer wieder neue Knöpfe in die Finger bekommt, die sie jeweils an längst vergangene Dinge und Erlebnisse aus ihrer Kindheit in den 30er und 40er Jahren in einem Eifeldorf erinnern. Früher hat man ja von Kleidungsstücken, die nicht mehr genutzt wurden, die Knöpfe abgeschnitten und aufbewahrt, so dass diese Dosen mit der Zeit echt viele verschiedene Erinnerungen aufbewahrten. Als Kind habe ich schon immer gerne in der Knopfbüchse meiner Mutter gewühlt und die verschiedenen Knöpfe angeschaut. Irgendwie war das für mich eine richtige Schatzdose. Heute ist mein größter Schatz die Knopfbüchse meiner Großmutter, die ich seit ich selbst nähe, bei mir zuhause habe. Meine Oma kann leider nicht mehr alleine zuhause wohnen, wollte aber aus ihrem Heimatort nicht weg, so dass sie jetzt in einem Seniorenheim wohnt. Den Inhalt Ihres Nähkorb habe ich größtenteils jetzt bei mir und wie schon gesagt: Für mich ist die Knopfbüchse mit ihren unterschiedlichsten Knöpfen der größte Schatz. Aufbewahrt werden die Knöpfe in einer alten gold-orangen Kaffeedose. Und so sieht der Inhalt aus:






Zu einigen der Knöpfe kennt meine Mutter noch die passenden Geschichten, bei einigen kann sie sich selbst nicht mehr denken, wo sie herkommen. Ich mag es jedenfalls, sie ab und zu einfach mal auszuschütten, anzuschauen und zu überlegen, an welchen Kleidungsstücken diese Knöpfe wohl waren und wer sie getragen hat. Und für meinen dreijährigen Sohn ist diese Knopfbüchse auch schon ein richtiger Schatz :-)
Liebe Grüße,
Andrea


Kommentare:

enerim hat gesagt…

Hallo Andrea,
so eine Knopfbüchse hat meine Familie auch noch daheim.
Sie ist ebenfalls ein geheimer Schatz.
Entweder es wurden nur besondere Knöpfe aufgehoben oder die Knöpfe waren damals vielfältiger!
Ich gruschel jedenfalls gerne darin!
Gruß Irene

vonmäusenundnähten hat gesagt…

So war es bei mir auch schon als Kind.
Wenn meine Mutter an der Nähmaschine saß,war das immer richtig gemütlich.
Ich habe dann dahinter gesessen und Knöpfe beguckt.
Sie hatte/hat immer viele in so einer alten Nivea-Dose.
Mittlerweile habe ich auch so eine Knopfdose und meine Mädels mögen auch gerne Knöpfe anschauen.
Schön,wie Du das hier geschrieben hast,da kommt einem einiges bekannt vor.

Tagpflückerin hat gesagt…

Schöne Geschichte. Meine Mutter rückt unsere "Familienknopfbüchse" leider noch nicht heraus, aber irgendwann...
Es gibt da noch Knöpfe von meiner Uroma. Sogar mein Onkel erkannte ganz hingerissen die Knöpfe seiner Oma und konnte das betreffende Kleid genau beschreiben.
lg Tagpflückerin

katharina- ZwergundCo hat gesagt…

Bei uns gibt es auch eine knopfbüchse bei meiner Mama. Und die ist auch gold- orange und hatte mal Kaffeeinhalt....
Leider weiß ich keine Geschichten zu den Knöpfen, aber als Kind habe ich oft die Büchse ausgeleert und jeden Knopf betrachtet.
Ich habe aber das Glück, dass meine Mama Knöpfe raus rückt. Und das finde ich total schön wenn ich ein selbstgenähtes Kleidungsstück mit einem schönen knopf veredeln kann. Und ganz viele Knöpfe warten noch auf ihren Einsatzort (z. ein paar schöne Glasknöpfe)
Liebe Grüße